Energiekongress II: Nach dem Startschuss jetzt der Dauerlauf

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Nach dem Startschuss jetzt der Dauerlauf

Mit dem zweiten bergischen Treffen am 22. Juni wird das Netzwerk zu erneuerbaren Energien nun konkret: Was hat sich seit der großen Premiere im Juli 2011 bewegt?

Wuppertal. War er ein Grundstein oder doch nur eine Momentaufnahme? Gut ein Jahr liegt der erste bergische Kongress rund um erneuerbare Energien zurück – seinerzeit mit gut 300 Teilnehmern an der Bergischen Uni und im Zeichen der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima. Sie beherrscht längst nicht mehr das Weltgeschehen und die Schlagzeilen, und vor der Neuauflage des Kongresses am 22. Juni (siehe Info-Kasten unten) steht die Frage, was sich seit dem Auftakt im Juli 2011 bewegt hat.

Der Dauerlauf auf dem Weg zur Energiewende hat in Wuppertal längst begonnen: Nicht zuletzt im Zeichen hoher Benzinpreise ist die Diskussion um Elektromobilität aktueller denn je. Gleiches gilt für die Suche nach möglichen Standorten und Beteiligungen zur Nutzung der Windkraft – von der Kleinen Höhe über die Investition in Windparks bis hin zu Windrädern am Sonnborner Kreuz. Vier der 100 landesweiten Klimaschutz-siedlungen entstehen im Bergischen Land, und auch die Kapazitäten bei der Wasserkraft sowie beim Bio- und Klärgas werden weiter ausgebaut.

So habe der zweite Energiekongress im Juni vor allem ein Ziel, wie Professor Anton Kummert von der Bergischen Uni, Bodo Middeldorf von der Bergischen Entwicklungsagentur, Volker Erbe vom Wupperverband und Joachim Frielingsdorf von der Energieagentur als Mit-Ausrichter erklären: Ging es im vergangenen Jahr um die Initialzündung, geht es nun an Vertiefung und Schwerpunkte auf dem Weg zur bergischen Energiewende.

„Diesmal wird es sehr konkret“, verspricht Professor Markus Zdrallek von der Bergischen Uni, die den Kongress mit ihrer Logistik am Campus Freudenberg unterstützt: So drehen sich die drei Arbeitskreise unter anderem um die Wärmepumpensiedlung am Scharpenacken, um die Wasserkraft im Bergischen Land und Gebäudesanierungen hin zur Energieeffizienz (hier zusammen mit der Kreishandwerkerschaft) oder auch um „innovative Ladekonzepte“ für Elektrofahrzeuge.

Nicht zuletzt steht die Vorstellung der Ende März gegründeten Energiegenossenschaft „Bergische Bürgerkraft“ auf dem Programm, wie Beate Petersen erklärt: Sie peilt, wie berichtet, die Nutzung möglichst vieler Dachflächen für die Sonnenenergie an.

Finanziert wird der Kongress am 22. Juni über Teilnahmegebühren und Sponsoring: Beteiligen werden sich einige Unternehmen, die ihre Arbeit den Kongressteilnehmern vorstellen.

09.05.2012 | Wetdeutsche Zeitung | Von Stefan Melneczuk | Weblink

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